Wissenschaft in Frauenhänden

Veröffentlicht auf von Plappalardo

Mag. Dr. Natascha Just, Kommunikations - Wissenschaftlerin
mit Schwerpunkt Medienökonomie und Politik

Die 36- jährige Wissenschaftlerin beschäftigt sich seit Jahren mit Wettbewerb, Marktmacht und Regulierungsbestrebungen im Mediensektor und mit der Frage, welche Rolle die Politk zukünftig im Kommunikationssektor spielen soll. Wo soll sie eingreifen, wie soll sie eingreifen und was kann sie dem Markt überlassen? Das ist deshalb wichtig, weil sich der Sektor in den letzten Jahren wesentlich verändert hat. Wir haben plötzlich Internet oder digitales Fernsehen und wissen oft nicht genau, um welchen Dienst es sich handelt. Ist Web -TV zum Beispiel ein Telekommunikationsdienst oder ein Rundfunkdienst? Diese Frage ist aber unendlich wichtig, denn auf Grund der Regulierung wird dies in europäischen Ländern unterschiedlich gehandhabt, meint die Wissenschaftlerin, deren Tätigkeit sehr international ausgerichtet ist. Peking, Istanbul, Barcelona, Rom oder Montreal, sind nur einige Städte in denen sie arbeitet.

Mag. Dr. Natascha Just verbrachte ihre wissenschaftlichen Lehrjahre an der Akademie der Wissenschaften. Ihre Studienjahre begann sie mit Publizistik und belegte auch an der Universität Salzburg Romanistik und knüpfte so an ihre Geburtsstadt Rom an. Aufgewachsen ist sie in Salzburg (Österreich).Es folgten Studien -  und Forschungsaufenthalte in Perugia, Wien, New York und Los Angeles.

Die US - Wissenschaft, die sie als Forscherin an der University of Southern California und der Stanford Law School kennenlernte, empfindet sie dienstleistungsorientierter als in Europa. Auch die Nachwuchsförderungen werden intensiver betrieben.

An der Universität Wien schloss sie zuletzt ihr Hertha - Firnberg - Projekt über "Zukunftstrends der Regulierung des konvergenten Kommunikationssektors" mit Schwerpunkt Wettbewerbsrecht und sektorspezifische Regulierung ab.Seit August 2006 ist sie Fellow des Transatlantic Technology Law Forum (TTLF), einer Gemeinschaftsinitiative der Rechtswissenschaftlichen Fakultäten in Wien und Stanford.

Zur Frage von mehr Frauen in der Wissenschaft meinte Dr.Just, dass dazu eine breitere Forcierung von Forschungsförderung und die Ermöglichung durchgängiger Karrieren an Universitäten notwendig wäre um noch mehr Frauen für die Wissenschaft zu begeistern.

Jobs in der Wissenschaft haben viel mit Nomadentum zu tun. Wissenschaftler sind fast schon wie Schauspieler, die von einem Engagement zum nächsten ziehen müssen. Und diesen Berufsstand kennt sie bestens - sie ist Tochter zweier Schauspieler, hat selbst Theater gespielt und in Performances und Puppentheater mitgewirkt, sowie Kulturrezensionen verfasst. Inzwischen genießt sie Theater und Film - als Zuschauerin. Sport, Reisen und Zeit mit Freunden verbringen, sorgen für den Ausgleich zur Kopfarbeit.

Mag. Dr. Natascha Just ist gerade wieder einmal übersiedelt, aktuell ist sie gerade in der Schweiz, wo sie an der Universität Zürich in der Abteilung "Medienwandel und Innovation" tätig ist.

Neben vielen Publikationen ist die Wissenschaftlerin u.a. Mitglied bei:

ENCIP    - European Network for Communications and Information
ICA        - International Communication Associaton
ITS         - International Telecommunications Society
ECREA  - European Communication Research and Education Association

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