Chinesische Gefahr

Veröffentlicht auf von Plappalardo

Fachleute in Rom schlagen Alarm, das historische Zentrum ist schwer gefährdet. Hunderte alte gewachsene Bäume müssen gefällt werden. Diesmal aber nicht wegen etwaiger Umweltbelastungen, sondern wegen eines neuen aggressiven Schädlings. In den Thermen von Caracalla und im Park von San Sebastiano hat man ihn entdeckt. Den "Chinesischen Laubholzbockkäfer". Im Vergleich zu unserem heimischen gemeinen Holzbock , greift der chinesische Schädling nicht nur kranke sondern besonders gesunde Altbäume an und ist schwer festzustellen. Und wenn, dann ist es bereits zu spät, es führt unweigerlich zum Absterben des Baumes. Befallene Kronenteile und Äste sterben ab und Äste, auch ganze Bäume können leicht brechen und stellen ein großes Sicherheitsrisiko, besonders in Siedlungsanlagen, dar.

In Europa wurde der chinesische Laubholzbockkäfer 1997 in Deutschland entdeckt. Erstmals in Italien mussten im Jahr 2000 hunderte Bäume bei Mailand gefällt werden. Der Schädling ist in der Folge dann auch in Österreich, Frankreich, Polen und Belgien entdeckt worden. Einen Fall soll es auch in der Schweiz 2001 gegeben haben.

In Kanada mussten wegen Käfers, der auch dort auftrat, über 70 000 Bäume gefällt werden, in New York auch an die 10 000 Bäume. Im Vergleich dazu, in China wurden durch diesen heimtückischen Schädling innerhalb von 6 Jahren 142 Millionen  Bäume  vernichtet.

Wie kommt nun dieser Käfer aus Asien zu uns. Man hat dies schnell festgestellt gehabt. Meist mittels Holzverpackungsmaterial aus China und über Supermarktketten die exotische Pflanzen wie den Fächerahorn oder Bonsais, aber auch Citruspflanzen und andere anbieten. So ist bei solchen Pflanzenarten immer Vorsicht geboten. Mittlerweile aber befällt der Käfer auch unsere heimischen Holzarten, Laubbäume wie Ahorn, Buche, Roßkastanie, Apfelbäume u.a.m..

Für den chinesischen Holzbockkäfer, dessen eigentliche Heimat in China, Korea, Taiwan und Japan ist, gelten strengste internationale Quarantänevorschriften. Entdeckte Käfer sind Anzeigepflichtig und müssen u.a. eingesammelt werden und bei der nächsten Behörde abgegeben und angezeigt werden. Befallene Pflanzen müssen in jedem Fall verbrannt werden. 

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Veröffentlicht in Natur

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