Rainer Maria Rilke
Rainer Maria Rilke, geboren am 4. Dezember 1875 in Prag (damals österreichisch) - gestorben am 29. Dezember 1926 in Valmont bei Montreux (CH). Sein eigentlicher Name war Rene´ Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke.
Rainer Maria Rilke war ein österreichischer Autor und einer der bedeutendsten Lyriker deutscher Sprache. Sein Elternhaus war von großer Instabilität geprägt. Der Vater ein Mensch von schwachem Charakter und die Mutter, sie entstammte einer wohlhabenden Prager Fabrikantenfamilie, eine herrschsüchtige Frau. Die Ehe der Eltern brach 1884 auseinander.
Rilke besuchte ab 1885 eine Militärrealschule, die er aber 1891 wegen Krankheit abbrach. Privat bestand er 1895 das Abitur und studierte anschließend Literatur, Kunstgeschichte und Philosophie in Prag und München. Rilke war verheiratet mit der Bildhauerin Clara Westhoff. Aus dieser Ehe wurde 1901 die Tochter Ruth geboren. 1902 trennte sich Rilke von seiner Frau Clara um nach Paris zu übersiedeln.
Der Pariser Aufenthalt gestaltete sich für Rilke sehr schwierig und diese Zeit beschrieb er auch in seinem einzigen Roman "Die Aufzeichnungen des Malte Lauride Brügge". Die wichtigsten seiner literarischen Werke aus seiner Paris - Zeit waren u.a. die neuen Gedichte (1907), die beiden Requiemgedichte (1909).
Große Popularität erreichte Rilke 1912 durch eine Neuausgabe der Erzählung "Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke".
1911 bis 1912 hielt sich Rilke als Gast der Gräfin Marie von Thurn und Taxis auf Schloss Duino bei Triest auf. Dort begann er auch seine "Duineser Elegien" zu schreiben, welche er aber erst 1922 in der Schweiz fertig schrieb.
Ab 1922 waren viele Sanatoriumaufenthalte in der Schweiz durch Erkrankungen von Rilke notwendig geworden.
Dennoch entstanden bis 1926 noch viele literarische Werke wie Einzelgedichte (Gong und Mausoleum) und ein umfangreiches lyrisches Werk in französischer Sprache.
Rilke starb nach schwerer Krankheit (Leukämie) am 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux. Rilkes Werke aber genießen seit einigen Jahren wieder vermehrte Aufmerksamkeit.