Adieu

Veröffentlicht auf von Plappalardo

Abschied
                                

Wie hab ich das gefühlt, was Abschied heißt.
Wie weiß ich´s noch: ein dunkles unverwund´nes
grausames Etwas, das ein Schönverbund´nes
noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt.

Wie war ich ohne Wehr, dem zuzuschauen,
das, da es mich rufend, gehen ließ,
zurückblieb, so als wären´s alle Frauen
und dennoch klein und weiß und nichts als dies:

Ein Winken, schon nicht mehr auf mich bezogen,
ein leise Weiterwinkendes -, schon kaum
erklärbar mehr: vielleicht ein Pflaumenbaum,
von dem ein Kuckuck hastig abgeflogen.
(Rainer Maria Rilke)

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