Kaviar für Notleidende...
Verrückte Zeit...
Weihnachten eine Zeit mit vielen Kuriositäten, man besinnt sich so auf Allerlei, man glaubt oft nachzuholen was man das ganze Jahr versäumt. Man denkt besonders an seine Freunde und Bekannten, versucht zu schenken was nur geht, man nennt es Freude machen, Freude für eine kurze Zeit.
Auch will man sich der Armen und der Obdachlosen in dieser Zeit erinnern, man gibt dann seinen Obolus, das Gewissen scheint erleichtert. So auch in Mailand (Italien). Dort hat die staatliche Forstverwaltung kürzlich Schmuggelgut einer russischen Schmugglerbande im Wert von 400 000 Euro sichergestellt, nämlich 40 kg teuersten Kaviar.
In der Regel werden beschlagnahmte Schmuggelgüter im Anschluß an die gerichtlichen Verfahren unter behördlicher Aufsicht vernichtet, meistens verbrannt. Doch gerade in dieser Zeit, der angeblich stillsten im ganzen Jahr und dem bevorstehenden Weihnachtsfeste, entsann sich ein Offizier der Forstverwaltung seiner armen Mitbürger, den Armen und Obdachlosen. Dieser schlug der vorgesetzten Behörde vor, man möge doch den Armen eine Freude machen und den Kaviar diesen an Weihnachten zu kredenzen. Der Vorschlag wurde auch erhört und man verteilte den Kaviar an die öffentlichen Essensausgabestellen und an die Caritas um diesen dann an die Notleidenden zu verteilen.
Es sollte die Weihnachtsüberraschung der Mailänder Stadtverwaltung werden.
Doch statt der Freude, kam nicht nur bei Mailands Notleidenden Wut und Widerstand gegen diese Aktion auf. Man hätte besser daran getan, den Kaviar im Wert von 400 000 Euro auch um die Hälfte dieses Wertes zu verkaufen, denn mit dem Erlös davon wäre den Armen und Obdachlosen von Mailand besser geholfen gewesen.
Dieser Meinung kann ich mich nur vollinhaltlich anschließen, meint Plappalardo...