Baumwunder
Auf einer meiner letzten Reisen befand ich mich in der Nähe von Triest und machte Rast in einem Kaffee, das ich schon viele Jahre kannte. Oftmals war ich dort schon eingekehrt wenn ich in der Gegend war. Ich setzte mich in den Gastgarten, genoss meinen Capuccino und sah so vor mich hin. Ich sah so auch auf die Bäume im Garten, welche mir diesmal besonders auffielen. Hatte ich diese doch schon dutzende Male gesehen, so schien ich mich diesmal doch stärker für diese zu interessieren. Sie sahen aus wie große Bonsai - Bäume von der Struktur und überhaupt zogen sie mich diesmal besonders an. Warum waren mir diese eigentlich nie so aufgefallen, hatte ich mich nie dafür interessiert? Ich weiß es nicht. Je mehr ich diese Bäume betrachtete, umso mehr wollte ich wissen um welche Art es sich dabei handeln würde.
So versuchte ich mit dem Besitzer zu sprechen. Dann gleich einmal die erste Überraschung: die Bäume
seien weit über 200 Jahre alt!!! Die nächste Überraschung folgte sofort, nie und nimmer wäre ich dahinter gekommen oder hätte je in die Nähe angedacht um welche Bäume es sich da handeln könnte. Es seien Brombeerbäume, wurde mir dann stolz erklärt. Das war dann wirklich eine Überraschung für mich.
Gleich nach meiner Rückkehr zu Hause angekommen, versuchte ich auch via Internet herauszufinden ob es vergleichbares gibt oder ob es solche gäbe. Ja es gibt sie wirklich, sogar als Sehenwürdigkeiten bekannte und berühmte Brombeer - und Maulbeerbäume. Sie werden auch wirklich sehr alt. Ich habe mich natürlich riesig gefreut, welche davon entdeckt zu haben.
Hauptsächlich beheimatet ist der Maulbeerbaum in China und wird seit Jahrtausenden zur Seidenraupenzucht angebaut. Maulbeerbäume sind weit über ihr Ursprungsland China hinaus verbreitet. Die Früchte des Baumes sind eßbar und sehen der Brombeere sehr ähnlich.
Ein 1000 - jähriger Maulbeerbaum steht übrigens in der Brauweiler Benediktinerabtei (Rheinland - Pfalz). Unter diesem Maulbeerbaum soll damals Mathilde die Gründung des Klosters beschlossen haben.